Die erste Retrospektive

Retrospektiven sind Momente des Rückblicks, aber auch des Ausblicks. „by the book“ hat eine Retrospektive folgende Phasen:

  1. Den Boden bereiten
  2. Hypothesen überprüfen*
  3. Daten sammeln
  4. Einsichten gewinnen
  5. Neue Experimente und Hypothesen definieren*
  6. Abschluss

*Diese Phasen wurden von Marc Löffler in seinem Buch Retrospektiven in der Praxis begründet hinzugefügt. Das Buch ist so empfehlenswert, dass ich ihm auch noch einen eigenen Blog-Beitrag widmen werden. Nun aber zur Umsetzung in der Praxis… Weiterlesen

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Scrum-Boards in der Schule

Nun sollte es also auch mit den Boards losgehen. Zunächst hatte ich für je zwei Teams ein Board vorbereitet, weil es ja je zwei Teams gab, die zu einem Thema gearbeitet haben. Da die Zeit für die Projekte mit drei Terminen relativ überschaubar war, rechnete ich nicht mit allzu vielen Aktionsnotizen.BoardBeispielAnonymKl.png

Zunächst ging es darum, eine „Story“ zu finden. Also eine Aufgabe mit einem konkreten Ziel zu überlegen. Gerade die Spieleentwickler hatten hier zu Beginn sehr hohe Ansprüche und wollten beispielsweise ein Snake-Spiel nachprogrammieren. Dazu fehlten ihnen jedoch eine Reihe von wesentlichen Kenntnissen. Die Lernenden haben im Prozess selbst erkannt, dass es ihnen in der verbleibenden Zeit nicht möglich ist, solch ein „komplexes“ Spiel zu programmieren. Sie änderten im Verlauf also ihr Ziel und implementierten schließlich verschieden Rate- und Quizspiele. Und wie lief´s nun mit den Boards? Weiterlesen

Zwischendurch ein paar gute Quellen:

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Foto: makamuki0 via pixabay.com CC0

In diesem Post möchte ich auf ein paar Quellen zum Thema „agile“, insbesondere in der Schule, hinweisen. In künftigen Beiträgen werde ich sie noch ausführlicher vorstellen:

YouTube-Kanal von Seibert Media
Hier habe ich viel über die Haltung bei agilen Arbeitsprozessen gelernt. Es gibt immer wieder spannende Interviews und Talks mit Mitarbeitenden und auch mit interessanten Gästen. Weiterlesen

nun wird´s agile

In den letzten Monaten habe ich mich intensiv mit Agilen Methoden und wie sie in (IT-) Unternehmen genutzt werden auseinandergesetzt.

Mit den „4K“- Kompetenzen für das 21.Jahrhundert (Kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration und Kommunikation) im Hintergrund zeigte ich meinen SchülerInnen das inzwischen schon vier Jahre alte Video Führung durch das Office von Seibert Media, in dem Martin Seibert durch seine Firma in Wiesbaden führt. Vieles davon kennt man schon von Zeitungs- und Videoberichten von Firmen wie Google oder Facebook. Und doch ist bei Seibert Media einiges anders… irgendwie familiärer, freundlicher.

Zur Frage „Wie arbeiten moderne (IT-) Unternehmen heute?“ sammelten wir im Anschluss an das Video folgende Merkmale und schätzten ein, ob, wie und wozu sie sich auch in unserem Unterricht einsetzen lassen: Weiterlesen

Kreative Spielräume fördern Motivation und Lernen

Das würden wohl viele so bestätigen. Und doch bin auch ich selbst viel zu oft gefangen in der Fülle der Vorgaben durch Lehrpläne und Prüfungen. Und doch: Immer wenn ich mal wieder „ausbreche“ und mich und meine SchülerInnen „befreie“ passieren Dinge, die mich überraschen und die ich so nie planen bzw. von meinen SchülerInnen erwarten würde.

Ja was denn? Geht das auch konkreter?

Gut, dass mich diese Überschrift daran erinnert. Hier sollen nämlich in erster Linie konkrete und praktisch-pragmatische Beispiele und Tipps geteilt und im besten Falle ausgetauscht werden. Also ein Beispiel:

Ich unterrichte in einer Klasse Programmieren für Anfänger in einem Kurs, der nur ein halbes Jahr, aber immerhin mit vier Unterrichtsstunden pro Woche läuft. Den Kurs starte ich schon seit Jahren mit Legorobotern und Lernjobs (z.B. lj01_rundfahrtenev3), die in der Schwierigkeit ansteigen. Sie sind teilweise aufeinander aufbauend, aber auch unabhängig voneinander umsetzbar. Ein Übersichtsdokument (soselem1_lj_kurz) zeigt diese Abhängigkeiten und gibt eine Kurzbeschreibung zu jedem Lernjob. So konnten die SchülerInnen bisher oft ihren eigenen  Lernweg wählen, waren aber immer noch ziemlich gebunden an diese Lernjobs. Das Konzept funktionierte eine Weile ganz gut und ich habe sogar einen Preis damit gewonnen (coolMINT 2010).

Und dann?

In diesem Schuljahr bin ich nun also noch offener gestartet. Erstmal arbeitete ich bei den Robotern mit der grafischen Entwicklungsumgebung von Lego(R) und folgendem Lernjob (lj_autonomesfahren). Schon an der Struktur ist einiges anders:

  • Die SchülerInnen arbeiten in Teams
  • Sie arbeiten an realitätsnahen Aufgaben (Bsp. zum autonomen Fahren/ Fahrassistenzsysteme)
  • Sie planen und dokumentieren ihre Arbeit (hier kreativ mit Hilfe von in mahara)

Das erstaunliche war nun, dass ein Team bereits in der ersten Stunde ein ziemlich komplexes Fahrmanöver programmiert hatte. Sie haben sich selbstständig über weitere, bisher ihnen unbekannte Programmbausteine informiert und diese clever kombiniert. Dabei haben sie z.B. auch Kontrollstrukturen wie Schleifen und Bedingungen genutzt, die in den Kursen davor erst 2-3 Wochen später behandelt wurden. Nicht verschweigen möchte ich, dass zwei Teams mit dieser Offenheit von Aufgabenstellung und den vielen neuen Einflüssen (neue Schule, neue Klasse, neues Fach, neues Thema, neues Programm, freie Arbeitsweise, wenig konkrete Anleitung/ Führung) überfordert waren. Hier bin ich spontan mit diesen Gruppen ins Gespräch gegangen und habe gemeinsam mit ihnen eine angepasste Aufgabenstellung entwickelt, die allerdings nicht schriftlich dokumentiert wurde. Auf diese weise konnten auch diese beiden Gruppen im Folgenden ziemlich selbstständig arbeiten und zumindest zufriedenstellende oder sogar gute Ergebnisse erarbeiten.

Allerdings wählten die SchülerInne auch in dieser Form ihre inhaltliche Aufgabe immer noch im Rahmen einer Auswahl (allerdings ziemlich offen, s. 2. Seite des unteren Lernjobs). Was passiert, wenn man (zu einem anderen Thema (Tabellenkalkulation) – in einer anderen Klasse – noch offener startet schreibe ich im nächsten Blogbeitrag;-)

Wenn du Fragen oder Anregungen zu diesem Beitrag, dem angehängten Material oder der Arbeitsweise hast freue ich mich über einen Kommentar 😉

Konzept zum Einsatz von Web 2.0-Tools im neuen Schuljahr

Auslöser:

Bisher habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, eine Lernplattform (moodle) zum Zusammenführen von Inhalten (von mir bereitgestellte Infos und Aufgaben und Ergebnisse der SuS) zu nutzen. Daher möchte ich auch im kommenden Schuljahr wieder moodle-Kurse zur Unterstützung des Unterrichts nutzen. Meine Erfahrung zeigte jedoch auch, dass SuS die Möglichkeit zum Austausch in Foren nur selten (z.B. kurz vor Klassenarbeiten) nutzen. Meine Vermutung ist, dass hier das Nachrichten- und Kommentarsystem von moodle einfach zu träge ist. Die SuS sind „Echtzeitmeldungen“ aus ihren sozialen Netzwerken gewohnt und erwarten entsprechend schnelle Antwortzeiten. Zudem müssten sie sich immer extra in moodle anmelden, um auf eine Frage antworten zu können. Hier möchte ich Möglichkeiten erproben, um den SuS hier eine schnelle, organisierte Austauschform zu bieten. Weiterlesen